Schulausschuss vom 30.04.2020

Beim Schulausschuss ( 34 Mitglieder ) ist es üblich, sich vor Beginn der Sitzung zu einem Vorgespräch zu treffen. Frau Schwier, ein Mitarbeiter der Verwaltung, die Ausschussvorsitzende Frau Keller ( SPD ) und die Vertreter der Fraktionen. Dort werden kurz wichtige, bzw. strittige Punkte angesprochen und allgemeine Dinge diskutiert. Mir hat dieses Format gefallen.
Zu Beginn ergriff ich das Wort, um den “Rücktritt” unseres Vertreters Michael Sahm zu verkünden.  Ich erklärte , dass er persönliche Gründe dafür angegeben hat.
Diese Nachricht rief tiefe und ehrliche Bestürzung und Betroffenheit zu Tage. Man sah, wie groß sein Ansehen über die Parteigrenzen hinweg war.

Um 17:00 Uhr begrüßte die Vorsitzende die anwesenden Ausschussmitglieder, die Vertreter der Verwaltung und die anwesende Dame von der Presse. Bürgerinnen und Bürger waren nicht anwesend.

Die Tagesordnungspunkte 4, 5 und 6 sollten abgesetzt werden. Frau Ulla Griepentrog
( Grüne ) [ stellv. Ausschussvorsitzende ] widersprach jedoch im Punkt 5. So vielen die Punkte Montessori-Zentrum Eilendorf Vorlage der Entwurfsplanung mit Kostenberechnung und GGS Montessori-Schule Eilendorf “Schülertransporte” weg und zum Punkt Ö5 Sachstandsbericht Montessori Schule Eilendorf wird Herr Schavan
( Technischer Geschäftsführer Gebäudemanagement ) kurz ausführen.

Des weiteren wird der Punkt Mitteilung der Verwaltung wegen der Presse bzw. der Pandemie vorgezogen.

Zum Punkt Ö16 Mitteilung der Verwaltung gibt Frau Schwier eine kurze Einleitung in der sie das allgemeine hochkomplexe Geschäft mit der Krise anspricht. Sie berichtet von der heute eingetroffenen 17. Schulmail des Landes , in der die Wiederaufnahme des Schulbetriebes der 4. Klassen der Grundschule angewiesen wurde. Die Organisation dessen wird aber den Schulen selbst überlassen. Stichpunkt “rollierend”.
Die Erlasslage des Landes, die große Verantwortung bezüglich des Gesundheitschutzes und die Hinweise der Virologen und Mediziner hebt sie hervor.
Anschließend berichtet Herr Crumbach ( FB 45/400 ) kurz über den Schulbeginn. 21 Schulen waren am Start. Die Schüler waren zu 1/7 in der Schule und somit war das Szenario gut händelbar. Nächste Woche werden ca. 24 % der Grundschüler wieder unterrichtet werden.

Dann berichtete Herr Kalenbach ( FB 45/100 ) über die Aussetzung der Elternbeiträge für den Monat April ( und wahrscheinlich auch den Mai ) . Ca. 13000 Fälle müssen bearbeitet werden. Schwerpunkt ist möglichst Schaden vom Haushalt abzuwenden.

In der Vorbesprechung wurde übrigens von Herrn Brötz ( FB-Ltg. FB 45 ) ausgeführt , dass allein die zusätzliche Reinigung an den Schulen 970000 Euro kostet.

Im Anschluss an die Ansprachen der Verwaltungsmitarbeiter ergriff Frau Griepentrog das Wort. Sie sprach davon, dass “kein Stein mehr auf dem Anderen bliebe”, dass es einen 3-Fachen Raumbedarf gibt, jedoch nur die Hälfte des Lehrerpersonals einsetzbar ist ( Risikogruppen [ Ältere, Schwangere und so weiter ] ).

Herr Krott ( SPD ) sprach das Recht auf Bildung an, aber , das die Gesundheit an erster Stelle steht. Er hob die wichtige Kommunikation mit den Eltern hervor, die darauf ausgelegt sein muss, dass es nicht so schnell wieder “Normal” laufen kann. Großes Lob
( Rückmeldung von Eltern ) an die Lehrerschaft , wegen ihrer guten Arbeit.

Nun zum “normalen” Ablauf, der mit Punkt 3 der Tagesordnung beginnt.
Neubau KGS Bildchen
Herr Schavan präsentiert im Schnelldurchlauf den Planungsstand. Der Entwurf wurde optimiert Hervorgehoben wird das Forum, ein großer Bereich im Erdgeschoss, das nicht nur für Schulzwecke, sondern auch für die “Allgemeinheit” für Feste und Aufführungen genutzt werden kann. ( Tolle Idee wie ich finde ) Die Gestaltung der Aussenfassade ist noch offen, Herr Schavan favorisiert jedoch Holz , wegen des Preusswaldes , statt Eternit.

Verschiedene Ausschussmitglieder sprechen die Lage der beiden Differenzierungsräume im Obergeschoss an. ( Für den interessierten Laien, siehe http://www.schulentwicklung-net.de/images/stories/Anlagen/OS_Kleines_Schulbaulexikon_171018.pdf ) Hier sollte aus modernen pädagogischen Gründen, diese Räume direkt vom Klassenzimmer aus zugänglich sein. Dies ist im jetzigen Entwurf nicht so. ( Wichtig für die nächsten Sitzungen, hier sind wohl die Architekten und die “Gestalter” der Verwaltung anderer Meinung. ) Es folgt auch der Hinweis, dass wenn man schon eine Schule neu baut, auch die Entwicklung in der Pädagogig hinsichtlich der Räumlichkeiten berücksichtigt! Herr Schavan nimmt die Anregungen zur Kenntnis und verweist auf die nächsten Planungssitzungen. ( Scheint dieses aber nicht mit ganzem Herzen zu unterstützen, wir werden sehen. ) Interessant ist auch die Steigerung der Kosten, die nicht aus irgendwelchen “Planungsphantasien/neuen Gestaltungsideen oder anderen Dingen” entstehen, sondern durch den Index, der allgemeinen Preissteigerung im Baubereich. Er beträgt 22,5 % !!!
Fragen und Bedenken hinsichtlich des Brandschutzes und einer Garderobe für “Nichtschüler” bei Veranstaltungen werden ausgeräumt.

Zum Punkt Ö5 Montessori-Schule gab es keine weiteren politischen Gespräche, Herr Schavan verweist auf die nächste Sitzung und spricht die komplizierte Schadstoffproblematik des Objektes an. ( Gebäudetrakt aus dem Jahre 1953 ! )
Ebenso verspricht er die Vorlage der endgültigen Kostenberechnung in der nächsten Sitzung.
Im Plenum kommt es vereinzelt und kurz zu “Unruhe” , da das Thema der Schadstoffbelastung wohl nicht jedem in Erinnerung geblieben ist.

Die nächste Punkte der Tagesordnung werden einvernehmlich abgehandelt.
Im Punkt Ö8 habe ich mich nicht dem Ausschuss angeschlossen, Aufgrund der sehr ausführlichen Vorabinformationen vom Michael, vielen Dank dafür, hier ging es darum junge Menschen besser an der Kommunalpolitik zu beteiligen. Eigentlich ein guter Anfang, jedoch haben wir Piraten schon lange vorher wesentlich bessere und weitreichendere Vorschläge unterbreitet. Deshalb habe ich als Einziger die Ausführungen der Verwaltung nicht zustimmend zur Kenntnis genommen. ( Das verwirrte die Vorsitzende kurz ) [ Die Städteregion ist da schon wesentlich weiter. ]

Im Punkt 15 ging es über die Einrichtung von einer zusätzlichen Eingangsklasse an zwei GGS-Schulen. Hier zeigte sich wieder das Wissen, bzw. die “Hingabe” von Michael, er war im ständigen Kontakt mit Schulleitern – innen ( schreibt man das jetzt so ? ) und hat sich deshalb eine eigene Meinung bilden können. Bei der einen GGS kann er den Bedarf nach vollziehen , bei der anderen nicht. Somit enthielt ich mich bei der Abstimmung, da über beide Schulen gleichzeitig verhandelt wurde.

Nach Behandlung der Tagesordnungspunkte gab Frau Keller das Wort an Herrn Cohnen
( Stadtschulpflegschaft ) , der später zur Sitzung kam. Er schrieb um Mitternacht eine Mail an die Verwaltung, mit der Frage nach Rückerstattungen wegen des Ausfalls des Unterrichts bezüglich des Schul- und Fun-Tickets. Die Verwaltung hat die Frage an die ASEAG weitergeleitet. Herr Cohnen bedankt sich für die schnelle Bearbeitung seiner Anfrage.

Nachdem die Dame der Presse den Sitzungssaal 1 des Eurogresses verlassen hatte, eröffnete die Vorsitzende den Nichtöffentlichen Teil.
Hier gab es jedoch keine wichtigen Punkte. es wurde nur zur Kenntnis genommen, das der Ausschuss die Namen zweier neuen Schulleiter mitgeteilt bekommen hat.

Um 18:17 Uhr beendete die Ausschussvorsitzende die Sitzung.

Insgesamt eine harmonische und disziplinierte Sitzung.

 

1 thought on “Schulausschuss vom 30.04.2020

  1. Pingback: Tschö, wa. | Navelbrush bloggt. Bildungspolitisch.

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